Warum verursacht eine Bestrahlung Nebenwirkungen?

Bei einer Strahlentherapie wird mit radioaktiven Strahlen in therapeutisch sorgfältig ausgewählten Dosen gearbeitet. Das Wirkprinzip beruht stark vereinfacht auf Energie. Die Strahlen bringen Energie in die Krebszellen ein. Diese Energie zerstört dann die Zellen des Tumors.

Leider wirken die Strahlen aber nicht nur auf den Krebs. Auch andere Körperzellen im bestrahlten Gewebe werden angegriffen und es kann zu Nebenwirkungen kommen. Daher wird nicht die gesamte Strahlendosis auf einmal gegeben, sondern den gesunden Zellen Zeit gelassen, die Schäden zu reparieren. Krebszellen haben diese Fähigkeit weitestgehend verloren und werden daher bei der nächsten Strahlendosis stärker geschädigt.

Auch wird darauf geachtet, dass die Strahlen, wenn möglich keine Organe treffen. So wird bei Brustkrebs die Brust heutzutage so bestrahlt, dass das Herz nicht im Strahlengang liegt. Dennoch lassen sich Nebenwirkungen nicht immer vollständig verhindern.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie treten hauptsächlich im bestrahlten Gewebe auf und sind daher stark davon abhängig, welche Körperregion von der Bestrahlung betroffen ist. Sprechen Sie am besten im Vorfeld der Behandlung mit Ihrem Arzt darüber, welche Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten könnten und was Sie dagegen tun können.

Hautreaktionen

Während der Strahlentherapie kommt es häufig zu leichten Hautreaktionen wie Rötungen und Juckreiz. Bei einer höheren Strahlendosis können auch stärkere Schädigungen der Haut auftreten. Wie Sie Ihre Haut während der Strahlentherapie unterstützen können und was Sie bei Hautreaktionen tun können, erfahren Sie in unseren Artikel:

Hautpflege während der Strahlentherapie


Haarausfall

Während der Strahlentherapie kann es in den bestrahlten Regionen zu Haarausfall kommen. Das betrifft in den meisten Fällen Körper- oder Schambehaarung. Bei einer Bestrahlung des Gesichts und/oder Kopfes, können auch Wimpern, Augenbrauen, Bart- und Kopfhaare betroffen sein.

Bis die Haare nachwachsen, kann es, je nach Strahlendosis, länger dauern als bei einer Chemotherapie. Tipps zum Umgang mit Haarausfall und zur Pflege der Kopfhaut finden Sie in unserem Artikel:

Pflege von Haaren & Kopfhaut während einer Chemotherapie


    Mundtrockenheit und Mukositis

    Wenn Schleimhäute im Bereich der Bestrahlung liegen, reagieren Sie oft empfindlich. Im Mund-Rachen-Bereich kann dies zu Mukositis führen, einer Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut. Informationen zum Umgang und zur Vorbeugung der Mukositis und Mundtrockenheit während der Strahlentherapie finden Sie in unseren Artikeln:

    Mukositis / Schleimhautentzündung

    Xerostomie – wenn der Mund trocken wird


    Schluckbeschwerden

    Im Rahmen der Schleimhautschädigung im Mund- und Rachenbereich durch eine örtliche Bestrahlung kann es zu Problemen beim Schlucken kommen. Wie Sie Ihre Ernährung dennoch angenehm und abwechslungsreich gestalten können, erfahren Sie in unserem Artikel:

    Schluckbeschwerden bei Krebstherapie


    Blutbildveränderungen

    Veränderungen des Blutbilds sind besonders bei der Bestrahlung des Brustkorbs möglich. Bei Erwachsenen findet sich das blutbildende System, das für die körpereigene Produktion der Blutzellen zuständig ist, neben der Wirbelsäule auch beispielsweise im Brustbein und in den Rippen.

    Werden die Zellen des blutbildenden Systems bei einer Bestrahlung geschädigt, kann es infolge zu einer Anämie, Leukozytopenie oder Thromobozytopenie kommen. Dies kann sich beispielsweise in Form einer Fatigue (Müdigkeit, die sich durch Ausruhen nicht bessert) oder in Form von Blutungen äußern. 

    Nähere Informationen zu Veränderungen des Blutbilds und ihren Auswirkungen lesen Sie in unserer Artikelserie:

    Blutbildveränderungen durch eine Chemotherapie

    Anämie – Die Blutarmut

    Leukozytopenie – Erhöhtes Infektionsrisiko

    Thrombozytopenie – Das erhöhte Blutungsrisiko


    Erbrechen und Übelkeit

    Bei Bestrahlungen des Bauchgewebes können abhängig von der Strahlendosis Übelkeit und Erbrechen auftreten. Diese Nebenwirkung kann durch die begleitende Gabe von Medikamenten verhindert werden. Wenn Sie während Ihrer Strahlenbehandlung Übelkeit verspüren oder sich sogar übergeben müssen, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

    Weitere Tipps gegen Übelkeit finden sie in unserem Artikel:

    Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie


    Durchfall

    Durch eine Reizung und Schädigung der Darmschleimhaut bei der Bestrahlung des Oberbauchs und des Beckens, kann es zu Durchfällen kommen. Für das Auftreten von Durchfall bei einer Radiotherapie gelten dieselben Empfehlungen wie bei einer Chemotherapie. Was Sie bei Durchfall tun können, erfahren Sie in unserem Artikel:

    Durchfall bei Chemotherapie


    Entzündungen

    In bestrahlten Organen können sich Entzündungen bilden. Das kann zum Beispiel auf den Enddarm, die Blase oder die Lunge zutreffen. Achten Sie auf Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Blut oder Schleim im Stuhl, Schmerzen im Bauchbereich, Schmerzen und Probleme beim Wasser lassen und Blut im Urin sowie Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Fieber und Reizhusten.

    Versuchen Sie nicht, die Beschwerden selbstständig zu behandeln, sondern informieren Sie zeitnah Ihren behandelnden Arzt!


    Gibt es Langzeitfolgen?

    Manche Schäden bleiben auch nach Ende der Strahlentherapie bestehen. Daher ist es empfehlenswert, sich bereits im Vorfeld der Behandlung mit möglichen Langzeitfolgen zu beschäftigen. So können Sie rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

    Bei Bestrahlungen im Bereich des Unterbauchs und der Genitalregion müssen sich gerade junge Patienten der Frage nach einem zukünftigen Kinderwunsch stellen. Durch die Schädigung von Eizellen bzw. Spermien kann nach Ende der Strahlenbehandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein. Im Artikel Fruchtbarkeit – Kinderwunsch trotz Krebs stellen wir Ihnen die Möglichkeiten vor, einen Kinderwunsch dennoch zu realisieren.

    Abhängig von der Strahlendosis und dem bestrahlten Gewebe kann es auch zu anderen Spätfolgen wie beispielsweise einem erhöhten Risiko für die Krankheit Diabetes kommen. Besprechen Sie mögliche Risiken vor Therapiebeginn mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen sagen, auf welche Symptome Sie achten sollen und wann er informiert werden möchte.

    Sie haben noch Fragen?
    Für eine kostenlose Beratung oder bei Fragen zur Starhlentherapie und ihren Nebenwirkungen kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail, Chat, Videosprechstunde oder Telefon. Wir nehmen uns gerne für Sie Zeit.

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