Nehmen Sie trotz Ernährungstipps ab, empfiehlt sich die Einnahme hochkalorischer Trinknahrung, bei Bedarf auch in Form einer frühzeitigen enteralen beziehungsweise parenteralen Sondennahrung. Scheuen Sie sich nicht davor. Diese Ernährungsform ist nicht der letzte Ausweg, sondern unterstützt Sie in Ihrem Heilungsprozess.

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Die Rolle von Mikronährstoffen

Frei nach dem Motto „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ möchten viele Patienten schon im Voraus das Bestmögliche tun, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Im Fall der Mikronährstoffpräparate gilt aber: Weniger ist mehr. Bei der Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen ist es wichtig, bestehende Defizite gezielt auszugleichen, anstatt auf unspezifische, hochdosierte Multipräparate zurückzugreifen.

Die Defizite sind wie die Betroffenen selbst höchst individuell: Lebensmittelaversionen, Tumorstadium, -lokalisation sowie -therapie sind Faktoren, die die unterschiedlichen Mängel bedingen. Daneben sind auch die zahlreichen Begleiterscheinungen wie Stuhlinkontinenz, Refluxösophagitis oder Mundsoor verantwortlich für Mangelerscheinungen und müssen ernährungstherapeutisch angegangen werden. Ein Blick auf das individuelle Blutbild ist hier entscheidend.

Zudem können hochdosierte Vitamine und Mineralstoffe sogar negative Effekte während der Chemo- oder Strahlentherapie hervorrufen. Halten Sie in letzter Konsequenz also immer mit Ihrem Arzt Rücksprache, bevor Sie eine Einnahme von Mikronährstoffpräparaten in Erwägung ziehen.

Das können Sie tun

Versuchen Sie sich gesund und ausgewogen zu ernähren, ohne den Versprechen diverser Krebsdiäten zu verfallen.

Interessant!

Gesund heißt nicht immer fettarm – Fett ist in Ihrem Fall sogar extrem wichtig! Greifen Sie bevorzugt auf hochwertige pflanzliche Fette wie Oliven-, Lein- oder Walnussöl zurück. Sie bringen Ihnen nicht nur die nötigen Kalorien, sondern sind auch noch antientzündlich wirksam. Entscheidend für die Auswahl ist immer Ihre individuelle Geschmackspräferenz.

Als Richtwert für die Versorgung mit Makronährstoffen in Ihrer Ernährung gilt ein Energiebedarf von 20 bis 30 Kilokalorien (kcal) pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Körpergewicht von 65 Kilogramm sind also beispielsweise je nach körperlicher Betätigung in etwa 1.300 bis 1.950 kcal täglich anzustreben. Daneben gelten die Aufnahme von 1,2 bis 2 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht und ein Fettanteil von 35 bis 50 Prozent als allgemeine Ziele. Beachten Sie, dass diese Richtwerte je nach Krankheitsbild individuell abgestimmt werden müssen.

Mithilfe allgemeiner Maßnahmen sind Sie im Kampf gegen die Mangelernährung zusätzlich gerüstet: Gehen Sie an die frische Luft und betreiben Sie moderaten Sport. Das kann sich positiv auf Ihren Appetit auswirken. Beachten Sie unsere Ernährungstipps und steuern Sie frühzeitig Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schleimhautentzündungen und Stimmungsschwankungen entgegen.

Behandlung durch den Arzt

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt aktiv auf das Thema Ernährung ansprechen, denn den besten Effekt erzielen Sie laut Studien nicht alleinig mit Trinknahrung, sondern mit zusätzlicher individueller und professioneller Hilfe. Schildern Sie auch vermeintlich banale Probleme wie Appetitlosigkeit oder Ängste und Depressionen.

Ihr Arzt kann bestimmte Medikamente verschreiben, die Ihre Krebstherapie unterstützen. Dafür sollte er ein Screening auf Mangelernährung vornehmen, das in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Im Anschluss kann er eine „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ für eine Ernährungstherapie ausstellen, damit qualifizierte Ernährungstherapeuten Ihre Ernährung unterstützen. Diese ist für Sie kostenlos, da sie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Lassen Sie diese Möglichkeit also nicht ungenutzt! Sie finden einen passenden Diätassistenten in Ihrer Nähe auf folgenden Seiten:

Mit der individuellen Ernährungstherapie können Sie den Krebs selbst und die Krebstherapie maßgeblich beeinflussen.


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Quellenangaben (Stand 01.07.2021)

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