Was ist hochkalorische Trinknahrung?

Da vielen Menschen Trinken leichter fällt als Essen, wurde hochkalorische Trinknahrung, auch bekannt als Astronautenkost oder Astronautennahrung, entwickelt. In einem Getränk befinden sich möglichst viele Kalorien. Die Trinknahrung enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe in bedarfsgerechter Menge und kann somit zusätzlich zum Essen eingenommen werden oder vollständige Mahlzeiten ersetzen.

Bei den einzelnen Bestandteilen handelt es sich um Fett in Form von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sowie Kohlenhydrate in Form von verschiedener Zucker. Weiterhin enthalten sind:

  • Ballaststoffe
  • Proteine
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente

Schon gewusst?

Neben den klassischen Trinkfläschchen gibt es Astronautenkost auch als Pudding, Joghurt oder Pulver, welches man unter die Speisen rühren kann.

Wozu dient hochkalorische Trinknahrung?

Eine Behandlung mit Chemo- und Immuntherapeutika oder eine schwere Erkrankung wie Krebs kann zur Folge haben, dass der benötigte Nährstoff- und Energiebedarf mit normaler Kost nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann. Der Grundumsatz (die vom Körper für seine Funktionstüchtigkeit benötigte Energie) ist unter Umständen deutlich erhöht.

Darüber hinaus kämpfen viele Krebspatienten mit Nebenwirkungen, wie beispielsweise Entzündungen der Mundschleimhaut, Appetitlosigkeit, Durchfällen oder auch Geschmacksstörungen, die eine ausreichende Nahrungsaufnahme erschweren. Dadurch fehlen dem Organismus schnell Energie- und Kraftreserven. In solch einem Fall ist es wichtig, frühzeitig im Rahmen einer Ernährungstherapie gegenzusteuern, um eine Mangelernährung zu verhindern und das jetzige Gewicht zumindest zu halten.

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Hochkalorische Trinknahrung: Geschmacksrichtungen und spezielle Anforderungen

Da mach ein Krebspatient an weiteren Erkrankungen leidet, die eine Anpassung bestimmter Bestandteile der Astronautenkost nötig machen, gibt es auf diese Bedürfnisse zugeschnittene Produkte (zum Beispiel Trinknahrung für onkologische Patienten mit einem erhöhten Energie- und Eiweißbedarf).

Mehr zur Zusammensetzung und Geschmacksrichtungen der hochkalorischen Trinknahrung, sinnvollen Produkten bei speziellen Begleiterkrankungen und zur Kostenerstattung finden Sie im folgenden Überblick.

Fülle an Geschmacksrichtungen

Die Anforderungen an Trinknahrung sind sehr unterschiedlich, deshalb gibt es hier ein reichhaltiges Portfolio an Produkten. Meistens werden milchshakeartige Drinks in süßen Geschmacksrichtungen verwendet. Die Klassiker sind

oder andere süße Früchte, Cappuccino oder Karamell. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen erhalten Sie in sogenannten Mischkartons (beispielsweise Fresubin 2kcal Drink mit sechs süßen Sorten oder Fresubin YoDrink mit 3 leckeren joghurtfrischen Drinks).

Für Patienten, die nicht gerne süß essen oder sich Abwechslung wünschen, gibt es auch Drinks in herzhaften Geschmacksrichtungen. Diese schmecken zum Beispiel nach

Zusätzlich gibt es neutrale Varianten (z.B. Fresubin 2kcal Drink neutral oder Resource 2.0 fibre neutral, glutenfrei, enthält Milcheiweiß und Soja), die hervorragend zum Kochen verwendet werden können.

Trinknahrung für besondere Begleitumstände

Manch ein Krankheitsbild macht eine Anpassung der Trinknahrung nötig. Auch das Alter des Patienten (zum Beispiel bei Kindern) kann ein Grund für spezielle Zubereitungen sein.

Hochkalorische Trinknahrung für Diabetiker

Wer an Diabetes (Typ 1 oder Typ2) leidet, muss besonders auf die Aufnahme von Kohlenhydraten achten. Auf starke Blutzuckerschwankungen kann der Körper nicht mehr adäquat reagieren. Daher sind in Astronautennahrung für Diabetiker allen voran mehrwertige Zucker enthalten, die den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen.

Empfehlenswerte Produkte sind beispielsweise:

Hochkalorische Trinknahrung bei Niereninsuffizienz

Patienten mit einer verminderten Nierenfunktion benötigen eine Ernährung mit wenig Protein beziehungsweise Eiweiß, um die Nieren zu entlasten. Ausgenommen sind Patienten, die eine Dialyse erhalten. Hier wird die Nierenfunktion vom Dialysegerät übernommen, sodass wieder mehr Eiweiß gegessen werden sollte.

Astronautenkost für Patienten mit Niereninsuffizienz ist besonders eiweißarm. Die Produkte sind also für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die keine Dialyse erhalten, geeignet.

Empfehlenswerte Produkte sind beispielsweise:

Hochkalorische Trinknahrung bei Leberinsuffizienz

Patienten mit einer Leberinsuffizienz haben einen erhöhten Eiweißbedarf. Außerdem sollte die Energie zum Großteil aus Kohlenhydraten und Fetten gewonnen werden, damit das Eiweiß zur Produktion von Enzymen verwendet werden kann.

Empfehlenswerte Produkte sind beispielsweise:

Hochkalorische Trinknahrung für Säuglinge und Kleinkinder

Säuglinge und Kleinkinder haben einen anderen Stoffwechsel als Erwachsene. Daher benötigen Sie auch Trinknahrung mit anderer Nährstoffzusammensetzung. Gewöhnliche Trinknahrung für Erwachsene wird häufig erst ab 6 Jahren ohne Einschränkungen empfohlen.

Für jüngere Kinder gibt es eigene Produkte. Das gilt ebenso für Säuglinge, bei denen die Trinknahrung häufig mit der Milch vermischt wird.

Empfehlenswerte Produkte für Säuglinge sind beispielsweise:

Empfehlenswerte Produkte für Kinder ab dem 1. Lebensjahr sind beispielsweise:

Sondennahrung

Wenn eine Ernährung über Trinknahrung nicht mehr möglich ist, die Verdauung aber noch mindestens in Teilen funktioniert, wird über eine Sonde ernährt. Das ist beispielsweise bei großen Schluckschwierigkeiten aufgrund einer Mukositis oder eines Tumors im Rachenbereich der Fall. Aber auch extreme Übelkeit kann einen Grund für Sondennahrung darstellen.

Die Zusammensetzung der Sondennahrung ist meist ähnlich wie die der Trinknahrung, wenn die Verdauung noch vollständig funktioniert.

Empfehlenswerte Produkte sind:

Verordnung und Erstattung von hochkalorischer Trinknahrung

Beim Vorliegen einer Mangelernährung bei Krebs kann der Arzt hochkalorische Trinknahrung zur Verbesserung des Ernährungszustands verschreiben. Die Kosten werden dann von der Krankenkasse getragen. Um ein Rezept über hochkalorische Trinknahrung beliefern zu können, muss die jeweilige Apotheke einen speziellen Liefervertrag mit Ihrer Krankenkasse geschlossen haben.

Sie haben keine Apotheke mit dem benötigten Liefervertrag in der Nähe? Lösen Sie Ihr Rezept doch einfach online bei der ABF-Fachapotheke ein.

Sie befinden sich in einer besonderen Situation und finden für Ihre Problemstellung in diesem Artikel keine Produktvorschläge (beispielsweise Trinknahrung bei entfernter Galle oder bei einer bestehenden Histaminintoleranz)? Melden Sie sich bei uns - wir beraten Sie gerne!

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Krebsdiäten – macht das Sinn?

Immer wieder kursieren verschiedene Diäten durch die Medien, die eine krebshemmende und krebszellenaushungernde Wirkung versprechen oder gar die medizinische Behandlung in der Onkologie ersetzten sollen. Ungeachtet dessen, dass diese Wirkung bisher nicht bewiesen wurde, sind die Diäten oft einseitig und fördern durch die Einschränkung der Nahrungsmittelwahl eine Mangelernährung.

Daneben können Sie diverse Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verstopfung oder Dehydratation hervorrufen, die ohne das Wissen von Onkologen kaum von den Folgen einer Tumorerkrankung und -therapie abgrenzbar sind. Zudem verschlechtern hypokalorische (kalorienarme) Diäten die Prognose von Tumorpatienten aufgrund des Gewichtsverlusts. Daher sind Krebsdiäten nicht nur problematisch zu sehen, sie können für den Patienten sogar gefährlich werden. Auch vom Krebsinformationsdienst und der aktuellen ESPEN- Leitlinie werden Krebsdiäten zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. Wer sich etwas Gutes tun will, wählt daher am besten eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.

Die ketogene Diät

Ein Beispiel für eine sogenannte Krebsdiät ist die ketogene Diät. Im Zentrum dieser Ernährungsform steht eine sehr geringe Kohlenhydratzufuhr (höchstens 20 bis 70 Gramm pro Tag). Das angebliche Ziel ist es, auf diese Art und Weise die Krebszellen auszuhungern. Die systematische Bewertung von 15 Studien zeigte allerdings keine Vorteile dieser Ernährungsweise.

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Quellenangaben

Empfehlungen rund um die Hochkalorische Trinknahrung

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