Impfen gegen Krebs: Wie funktioniert das?

Impfungen kennen wir im Zusammenhang mit Erkrankungen, die auf einer Virusinfektion beruhen. Das ist zum Beispiel bei Masern, der Grippe oder aktuell Covid-19 der Fall. Durch die Impfung lernt das Immunsystem, den Eindringling, in diesem Fall das Virus, rasch zu erkennen und so unschädlich zu machen.

Dieses Prinzip möchte man sich auch bei Krebszellen zu Nutze machen. Durch eine Impfung soll das Immunsystem Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden und somit gezielt angreifen können. Außerdem helfen auch klassische Impfungen gegen Viren dabei, dem Krebs vorzubeugen. Diese richten sich gegen Viren, die als Auslöser von Krebserkrankungen bekannt sind.

HPV- und Hepatitis B-Schutzimpfung

Humane Papillomviren – kurz HPV – sind Verursacher von Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Vulva– und Scheidenkrebs, Penistumoren, Analtumoren aber auch Tumoren im Kopf-Hals Bereich. Sie werden durch Hautkontakt, zumeist im Intimbereich, übertragen und sind auch als Erreger von Warzen bekannt. Nicht alle HPV-Stämme haben ein erhöhte Risiko, Krebs zu verursachen. Doch einige „High-risk“ Stämme sind maßgeblich für die Entstehung der genannten Krebsarten verantwortlich.

Impfempfehlung

Daher wird eine Schutzimpfung gegen HVP für Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Wer noch nicht geimpft ist, kann dies bis zum Alter von 18 Jahren nachholen, einige Krankenkassen übernehmen die Kosten aber auch noch Mitte 20.

Eine Hepatitis-B-Infektion schädigt nicht nur die Leber, sondern ist auch ein Risikofaktor für die Entstehung von Leberkrebs. Das gilt auch für Hepatitis-B-Infektionen, die erfolgreich mit antiviralen Medikamenten behandelt wurden. Die Hepatitis-B-Impfung gehört zu den von der ständigen Impfkommission im Säuglingsalter empfohlenen Impfungen. Dieser Impfschutz bleibt erwiesenermaßen 10-15 Jahre bestehen, hält aber wahrscheinlich lebenslang an. Für Erwachsene gilt eine Impfempfehlung, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören, wie es etwa bei Kontaktpersonen von Hepatitis-B-Infizierten, HIV-Erkrankten oder Dialyse-Patienten der Fall ist.

Impfung als Therapie

Um das Prinzip der Impfung auf die Therapie von Krebs anzuwenden, muss ein Stoff gefunden werden, der das Immunsystem lehrt, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Das geschieht mit sogenannten dendritischen Zellen. Dendritische Zellen kommen auch natürlich in unserem Körper vor und erfüllen im Immunsystem die Aufgabe, Eindringliche wie Bakterien und Viren aufzunehmen und deren Erkennungsmerkmale an die sogenannten T-Killerzellen weiterzugeben, die diese im Anschluss bekämpfen.

Bei der „Krebsimpfung“ werden dendritische Zellen mit den Merkmalen der Tumorzellen beladen und in den Körper injiziert. Das Immunsystem bildet daraufhin T-Killerzellen aus, die speziell auf den Kampf gegen die Tumorzellen ausgerichtet sind und diese angreifen.

Bislang wird dieses Verfahren nur in Studien angewandt. Im Fokus stehen dabei besonders Krebsarten, für die es bislang noch keine oder kaum befriedigende Therapieoptionen gibt, wie das Multiple Myelom, das Glioblastom oder der schwarze Hautkrebs. Bislang lieferten die Studien positive Ergebnisse in den Punkten Wirksamkeit und Verträglichkeit.

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