Dieser Erfahrungsbericht wurde im Rahmen unserer Mutmacher-Aktion zum Weltkrebstag 2022 gesammelt. Er stammt von echten Betroffenen und ist ungekürzt. Der Bericht ist Teil unserer neuen Rubrik „Patientengeschichten“, in welcher Krebserkrankte oder deren Angehörige Erfahrungen teilen und Tipps verraten, damit auch andere davon profitieren können.

„Lacht so oft es geht, denn die Krebszellen verstehen keinen Spaß“

Name des Kindes: Anton

Alter: 13 Jahre

Erkrankung: Akute Lymphatische Leukämie

Meine Geschichte:

Mein Kind und die Leukämie: Bei meinem Sohn Anton wurde am 28. Mai 2021 die Diagnose Akute Lymphatische Leukämie gestellt. An diesem Tag war mein Kind das erste Mal in seinem Leben in einem Krankenhaus. Nach unzähligen Untersuchungen (Labor, Röntgen-Thorax, Knochenmarkbiopsie und Lumbalpunktion) stand die Diagnose fest und sie riss uns einfach den Boden unter den Füßen weg. Mein Kind hatte einfach nur Angst und als Mutter verfällt man in eine Art Funktions-Modus oder Autopilot. Man muss stark sein, in einer Zeit, in der man eigentlich gar nicht stark sein kann und will. Wir waren ab diesem Tag 7 Wochen lang zusammen im Krankenhaus. Überschwemmt von Informationen (wie man sich zu ernähren hat, was man nicht mehr machen darf, woran man sich zu halten hat, etc.), Arztgesprächen, Gesprächen mit dem Sozialdienst der Station, kämpften wir uns durch diese anspruchsvolle Zeit.

Man war nie ungestört: ständig Schwestern, Ärzte, Kliniklehrer und dann immer diese Angst. Die Chemoblöcke gingen einer nach dem anderen ins Land. Die körperlichen Veränderungen, von denen man ja schon mal gehört hat, waren das eine, aber noch schlimmer waren die psychischen und seelischen Gräben, die durch diese Therapie aufgerissen wurden. Auch als Mutter sieht man sich einer hilflosen Situation ausgesetzt. Man fühlt sich schier gelähmt.

Es ist weiß Gott nicht einfach, ein Kind während dieser Zeit zu begleiten, es leiden zu sehen, es zu trösten, es aufzufangen und ihm ständig Mut zu machen, obwohl man selbst völlig am Ende ist. Jetzt, Mitte Februar, haben wir den schlimmsten Teil fast überstanden. Das Ende der Intensiv-Therapie ist etwa Ende Juni.

Anton, sein Körper und die Chemos haben es seit dem ersten Chemoblock geschafft, die Leukämie in die Remission zu zwingen und bis heute auch da zu halten. Die Zeit ist eine harte, eine prägende! Aber man darf sich nicht unterkriegen lassen. Man bringt einen 13-Jährigen nicht dazu, auf Kohlehydrate zu verzichten oder sich von seinen Gummibärchen zu trennen. Ich als Mama, weiß, dass dies zwar wichtig und richtig wäre, aber manchmal ist man einfach nur froh, dass er überhaupt isst und, dass er wenigstens dies selbst bestimmen darf. Man hat sich mit der Erkrankung arrangiert.

Das Wichtigste in unserer Familie ist, dass man an guten Tagen viel gemeinsam lacht, spielt, gemeinsam gut isst (auch was die Kids essen wollen) und dankbar ist für jeden einzelnen Tag, jede einzelne Stunde, die wir vier zusammen zuhause verbringen können. Wir haben gemeinsam soooo viel geschafft, wir schaffen auch den Rest!!! Bitte liebe Betroffene: So schwer eure Lage auch ist und so schwer diese Erkrankungen zu ertragen sind, BITTE LACHT SO OFT ES GEHT, denn Krebszellen verstehen keinen Spaß. ;)

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