Was sind die Ursachen einer Anämie?

Eine Anämie tritt bei vielen Krebspatienten auf (etwa bei der Hälfte der Betroffenen mit nichthämatologischer Erkrankung, die eine Chemo- oder Radiotherapie erhalten). Besonders oft sind Patienten mit Lungenkrebs und gynäkologischen Tumoren betroffen. Die Ursache dafür kann neben der Krebserkrankung auch die Therapie oder ein anderer Auslöser sein.

Krebsbehandlung als Grund für die Blutarmut

Bei Tumorpatienten ist häufig die Krebstherapie die Ursache für die Anämie.

Denn die Krebszellen werden mit einer Chemo- oder Strahlentherapie bekämpft. Dabei können neben den Krebszellen auch teilungsfähige Stammzellen des Knochenmarks, die sich zu roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entwickeln, angegriffen werden. Als Folge davon ist unter Umständen die Anzahl der roten Blutkörperchen verringert und eine Anämie entsteht.

Sonstige Auslöser für eine Anämie

Daneben kann ein Mangel an

  • Eisen
  • Folsäure oder
  • Vitamin B12

zum Beispiel durch krebsbedingte Mangelernährung ursächlich für eine Anämie sein.

Auch durch Nierenerkrankungen (Nierenschwäche) ist eine Anämie möglich. Durch eine geringere Nierenfunktion verbleiben mehr Giftstoffe im Körper, was die Lebensdauer der roten Blutkörperchen verkürzt. Außerdem wird das durch die Nieren produzierte Hormon Erythropoetin in geringeren Mengen hergestellt. Dieses ist wiederum für die Anregung der Blutbildung zuständig.

 

Gut zu wissen!

Der normale Hämoglobinwert (hb-Wert) liegt bei Frauen zwischen 12 und 16 g/dl (Gramm/Deziliter) und bei Männern zwischen 13 und 17 g/dl. Fällt Ihr Hämoglobinwert während oder nach der Chemotherapie unter diese Werte, ist von einer Anämie die Rede. Der Hämoglobinwert wird daher im Rahmen der Krebstherapie regelmäßig überwacht.

Welche Symptome deuten auf eine Anämie hin?

Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff zu allen Körperzellen. Bei einem zu niedrigen Hämoglobinwert, sinkt daher der Sauerstoffgehalt und -transport im Blut. Um den Sauerstoffmangel im Blut zu kompensieren, steuert der Körper dagegen, was sich durch folgende Symptome zeigen kann:

  • Blässe
  • Leistungsminderung
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Schwindel
  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Ohrensausen
  • rote, glatte Zunge ("Lack-Zunge")

Eine Anämie kann auch Ursache für das Fatigue-Syndrom sein. Dieses geht aufgrund des Sauerstoffmangels mit Müdigkeit und Erschöpfung einher. Die Symptome können in Verbindung mit Krebserkrankungen und deren Therapien auftreten, stehen aber häufig nicht direkt im Zusammenhang mit vorangegangenen Anstrengungen oder Belastungen. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zu Fatigue.

 

Wann muss ich meinen Arzt benachrichtigen?

Informieren Sie Ihren Arzt immer, wenn Sie die oben aufgeführten Symptome bei sich beobachten oder sich Ihr Gesundheitszustand allgemein verschlechtert. Durch eine Blutuntersuchung lässt sich anhand der Eisen- und Blutwerte leicht feststellen, ob bei Ihnen eine Blutarmut vorliegt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Anämie?

Bei einer Anämie während oder nach der Krebstherapie gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, über die der Arzt gemeinsam mit Ihnen entscheidet. Die Therapiewahl ist unter anderem abhängig von der Ursache der Blutarmut.

Fehlen dem Körper essenzielle Stoffe für die Blutbildung wie Eisen, Vitamin B12 und Folsäure, kann die Einnahme von entsprechenden Präparaten und Nahrungsergänzungsmittenahln sinnvoll sein, um einen Mangel auszugleichen.

Produktempfehlungen

Bei einer Anämie kann zusätzliches Eisen das blutbildende System unterstützen. Halten Sie vor der Einnahme bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt. Passende Produkte finden Sie z.B. auch in unserem Apothekenshop:

Produktempfehlungen bei Anämie

Liegt der Anämie ein Erythropoetin-Mangel zugrunde, lässt sich dieser medikamentös behandeln.

Durch blutbildende Mittel, sogenannte Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe – kurz ESA, die per Spritze verabreicht werden, wird die Bildung roter Blutzellen im Knochenmark angeregt. Zusätzliches Eisen als Infusion kann dabei die Wirksamkeit der blutbildenden Mittel unterstützen.

Bei einer akuten oder besonders stark ausgeprägten Anämie kann der Ausgleich an benötigten Mengen an roten Blutkörperchen auch über eine Bluttransfusion erfolgen.

Was kann ich tun, um einer Anämie vorzubeugen?

Es gibt keine direkten Möglichkeiten, einen zu niedrigen hb-Wert im Vorfeld zu verhindern.

Sie können Ihren Köper bei einer Anämie aber durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel Eisen, Folsäure und Vitamin B12 bei der Blutbildung unterstützen. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zu Ernährung während der Krebstherapie.

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Quellenangaben

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