Haarausfall – was nun?

Der teilweise oder vollständige Haarverlust während einer Chemotherapie oder Bestrahlung ist eine mögliche Begleiterscheinung, die sehr belastend sein kann. Vor allem Frauen leiden sehr unter der Vorstellung, eine Glatze zu bekommen. Um die psychische Belastung zu verringern, ist es ratsam, sich bereits vor der Therapie um eine Perücke zu kümmern. Die Krankenkasse übernimmt dafür die Kosten.

Nicht nur die Kopfhaut ist durch den plötzlichen Haarverlust äußerst empfindlich, auch die verbleibenden Haare haben durch die Medikamente gelitten: sie sind sehr trocken und drohen an der Haarwurzel abzubrechen. Doch die gute Nachricht ist: Dieser Zustand ist nur vorübergehend! Durch eine optimale Kopfhautpflege unterstützen Sie die Selbstregeneration von Kopfhaut und Haarwurzeln. 

Tipps für eine sanfte Kopf- und Haarpflege

Milde Pflegeprodukte

Verwenden Sie nur milde Shampoos und Pflegeprodukte mit möglichst wenig Parfüm und sonstigen Zusatzstoffen.

Geeignete Pflegeprodukte:


Achten Sie auf Inhaltsstoffe

Haben Sie ein besonderes Augenmerk auf die Inhaltsstoffe von Naturkosmetika, denn auch ätherische Öle oder Pflanzenextrakte können reizend wirken. Besonders gut sind Produkte mit Oliven- oder Mandelöl, denn sie wirken beruhigend auf die Haut (beispielsweise die Excipial-Serie).


Benutzen Sie spezielle Pflegeprodukte.

Besonders geeignet sind solche für juckende oder sehr trockene Kopfhaut.

Beispielsweise:


Kopf nicht zu häufig waschen

  • Waschen Sie Ihren Kopf nicht häufiger als nötig – bevorzugt mit lauwarmem Wasser.
  • Tupfen Sie ihn anschließend nur trocken.
  • Mit Trockenrubbeln üben Sie zu viel Kraft auf die Kopfhaut aus.

Weiche Bürste verwenden

Verwenden Sie eine weiche Bürste zum Kämmen der verbliebenen Haare (z.B. eine Babybürste).


Besondere Belastungen vermeiden

Vermeiden Sie besondere Belastungen für Kopfhaut und Haare wie Föhnen, Färben oder Dauerwelle.


Tragen Sie eine Kopfbedeckung

Tragen Sie außer Haus stets eine Kopfbedeckung. Halten Sie den Kopf mit einer Mütze warm, wenn es draußen kühler wird.


Was Sie sonst noch beachten können

Denken Sie ebenfalls daran, dass auch die Augenbrauen und Wimpern besonderer Pflege bedürfen.
Da während der Chemo- und/oder Strahlentherapie das Risiko für Infektionen und Blutungen erhöht ist, sollten Sie beim Abschminken von Augen- und sonstigem Make-Up noch vorsichtiger und sorgfältiger vorgehen als sonst.

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Quellen

  • Deutsche Haut und Allergiehilfe e.V.
  • Deutscher Krebsinformationsdienst

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