Juckreiz als Nebenwirkung einer Krebstherapie

Eine Therapie gegen Krebs kann Hautschäden verursachen. Auch die Schleimhaut kann davon betroffen sein. Folge ist ein durch trockene Hautareale ausgelöster Juckreiz. Dieser kann aber auch Anzeichen einer allergischen Reaktion auf die Zytostatika sein.

Durch das Kratzen können oberflächliche Verletzungen entstehen, die als Eintrittspforte von Viren, Bakterien und Pilzsporen eine große Gefahr für die Hautgesundheit sein können.

Sehr häufig ebben diese Beschwerden mit dem Ende der Chemotherapie oder Strahlentherapie wieder ab, dennoch sollte der behandelnde Arzt gleich beim ersten Auftreten informiert werden.

Durch eine optimale Prophylaxe das Auftreten von Juckreiz verhindern

Die gute Nachricht ist, Sie können viel tun, um ein Auftreten von Juckreiz zu reduzieren. Wir haben Ihnen die wichtigsten Maßnahmen übersichtlich zusammengefasst:

Hautpflege

  • Pflegen Sie Ihre Haut zweimal täglich mit harnstoffhaltigen Cremes (5%–10%) (beispielsweise Eucerin® UreaRepairPlus, Eucerin® Urea, Excipial U Hydrolotio® oder Linola® Urea) – sie helfen, Ihre Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit zu versorgen
  • Ab ca. der 4. Therapiewoche – bei fortschreitender Austrocknung der Haut sind rückfettende Salben sehr empfehlenswert (beispielsweise Optiderm®, Excipial U LipoLotio®, Bepanthen®, Eucerin®, Excipial Mandelölsalbe®)
  • Ergänzen Sie Ihre Hautpflege mit pH-5 neutralen Bade- oder Duschölen (Beispielsweise Eucerin® pH5 Hautschutz Duschöl, Sebamed® Duschöl)
  • Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Polidocanol vermindern erfolgreich die Wahrnehmung und die Missempfindung des Juckreizes

Kleidung

  • Achten Sie auf bequemes und passendes Schuhwerk, bei dem kein Hitze- und Feuchtigkeitsstau entstehen kann
  • Tragen Sie weiche und weite Kleidung, idealerweise aus Naturfasern – das dient zusätzlich dem Schutz vor UV-Strahlung

Folgendes bitte vermeiden

  • Starke mechanische Beanspruchung der Haut, wie beispielsweise Klatschen, Kratzen, handwerkliche Tätigkeiten oder auch eine Nassrasur
  • Längere Kontakte mit Wasser und Reinigungsmitteln
  • Weitere Wärmequellen wie Sauna oder heiße Bäder

Behandlungstipps bei anhaltendem Juckreiz

Wichtig zu wissen!

Im Falle einer allergischen Hautreaktion auf die angewandten Zytostatika können sich neben dem Juckreiz auch juckende Quaddeln bilden.

Zur Linderung dieser Beschwerden können – zusätzlich zur täglichen Pflege mit rückfettenden Salben – Antiallergika in Tablettenform eingesetzt werden. Gegebenenfalls kann auch eine äußerlich aufgetragene Kortison-Creme sinnvoll sein.

Handschuhe aus Baumwolle

Bei unbewusstem Kratzen können Handschuhe aus Baumwolle getragen werden, um die Haut nicht weiter zu reizen. Eine kurze Fingernagellänge beugt zusätzlichen Verletzungen vor.


Lauwarme Bäder

Kurze, gerbstoffhaltige Bäder (Temperatur idealerweise zwischen 32°C und 35°C) beruhigen die gereizte Haut (Beispielsweise Tannosynt flüssig®, Quercus Essenz Wala®). Pflegeprodukte mit dem Wirkstoff Polidocanol (Polaneth Lotion®, Optiderm Creme®) vermindern erfolgreich die Wahrnehmung und das Missempfinden des Juckreizes.


Thermalwasser

Auch Thermalwasser beruhigt und vermag zusätzlich mit seinem kühlenden Effekt den akuten Hautzustand zu lindern (La Roche Posay Thermalwasser Spray®, Avène Thermalwasserspray®).


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Nicht jedes Produkt ist für jeden Menschen passend. Gerne beraten wir Sie individuell. Schreiben Sie uns über E-Mail oder Chat oder rufen uns an. Wir freuen uns auf Sie.

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Quellenangaben

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