Mucositis – So schützen Sie die Mundschleimhaut

 

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Vorbeugung und Behandlung bei Mukositis (PDF)


Wie entsteht eine Mucositis?

Mucositis bedeutet Schleimhautentzündung und kann als Nebenwirkung einer Chemotherapie oder Bestrahlung auftreten. Häufig ist die Mundschleimhaut betroffen. In diesem Fall spricht man von einer sog. Stomatitis oder oralen Mucositis. Ursache hierfür ist, dass die sich schnell teilenden Schleimhautzellen des Körpers ebenso geschädigt werden wie die unkontrolliert wuchernden Krebszellen. Schleimhautentzündungen können an unterschiedlichen Stellen im Körper auftreten – neben der Mundhöhle können auch Darm oder Blase betroffen sein. Eine gute Prophylaxe und die frühe Erkennung einer oralen Mucositis können Sie vor einer Mundschleimhautentzündung schützen oder schwerere Verläufe verhindern. Achten Sie deshalb auf Veränderungen, schmerzhafte Stellen und kontaktieren Sie bei Beschwerden Ihren behandelnden Arzt.

So können Sie einer Mucositis im Mund- und Rachenbereich vorbeugen

Es gibt jedoch relativ einfache Maßnahmen, mit denen einer Mucositis vorgebeugt werden kann. Diese können Sie, idealerweise direkt mit Therapiebeginn (wenn noch keine Beschwerden bestehen), in Ihre täglich Routine integrier

 

Sorgfältige Mund- und Zahnpflege

Putzen Sie Ihre Zähne mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta (zweimal täglich für ca. 90 Sekunden).
Verwenden Sie Zahnseide sehr vorsichtig.
Erneuern Sie Ihre Zahnbürste wöchentlich.

MUNDSPÜLUNGEN VERWENDEN

Verwenden Sie mindestens viermal täglich eine geeignete Mundspülung. 
Vorbeugend, um die empfindliche Schleimhaut zu schützen (2 Minuten spülen, danach 15 Minuten nichts essen oder trinken).
Bei bereits vorhandenen Beschwerden kann stündliches Mundspülen als angenehm empfunden werden.

Welche Mundspülungen sind geeignet?

- Isotonische Kochsalzlösung
- Milde Mundspüllösung, wie beispielsweise Glandomed® (Zusammensetzung: Fertige Polymer-Bicarbonatlösung)
- Mischung aus Wasser mit Natriumchlorid und Natriumbicarbonat (je ½ bis 1 Teelöffel pro Liter) 

Angepasste Ernährung

Meiden Sie scharf gewürztes Essen, sehr salzige oder saure Speisen und alles, was stark angebraten wurde. Auch auf Nahrungsmittel mit scharfen Kanten und Alkohol sollten Sie verzichten.

Lebensstil

Verzichten Sie auf den Konsum von Zigaretten (dadurch vermeiden Sie durch die Zigarette ausgelöste Schleimhautschäden).

Mundspülung bei angehender Mundschleimhautentzündung auf Rezept

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt. Er kann Ihnen bei Schmerzen und Rötungen der Mundschleimhaut eine Mundspülung oder ein Mundgel mit einem schmerzlindernden Wirkstoff verordnen. Ihre Apotheke wird diese dann für Sie in ihrem Rezepturlabor zubereiten.

Was tun bei einer Veränderung der Mundschleimhaut?

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Entzündung auftreten, die mit einer Rötung der Mundschleimhaut und Schmerzen einhergeht, empfehlen wir Ihnen zeitnah mit Ihren behandelnden Ärzten zu sprechen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
 

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Zusätzlich können Sie sich mit Ihren Fragen zu Mucositis und Mukositis-Präventionsmaßnahmen jederzeit an Ihre beratende Apotheke ABF, Apothekerin Eva Schreier e.K. wenden.


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