Anämie – Die Blutarmut


Was ist die Ursache einer Anämie?

Anämie kennt man auch als Blutarmut und sie bezeichnet zunächst einmal den Zustand eines niedrigen Wertes an roten Blutkörperchen.

Bei der Chemotherapie werden unter anderem auch teilungsfähige Stammzellen des Knochenmarks, die sich zu roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entwickeln, angegriffen, was zu einer Blutarmut führen kann. Es kommt aber auch vor, dass im Rahmen einer Krebserkrankung die Nieren als Nebenwirkung zu wenig des Hormons Erythropoetin bilden, das für die Entwicklung der roten Blutkörperchen wichtig ist.

Der normale Hämoglobin-Wert bei Frauen liegt zwischen 12 und 15 g/dl, bei Männern zwischen 13 und 16 g/dl. Fällt Ihr Hämoglobinwert (Anzahl der roten Blutkörperchen) während oder nach der Chemotherapie unter 10 mg/dl, wird Ihr Zustand als Anämie bezeichnet. Der Hämoglobinwert wird daher regelmäßig überwacht.

Was kann ich tun, um einer Anämie vorzubeugen?

Es gibt keine direkten Möglichkeiten, eine Anämie im Vorfeld zu verhindern, sie tritt bei etwa drei Viertel aller Krebspatienten auf. Besonders häufig kommt der Blutmangel bei der Behandlung von Lungenkrebs, Brustkrebs oder Eierstockkrebs vor, die Häufigkeit hängt stark von der jeweiligen Krebsart ab.

Dennoch hilft eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit ihren Bestandteilen Eisen, Folsäure und Vitamin B12 dem Körper bei der Blutbildung. 

Welche Symptome deuten auf eine Anämie hin?

Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff zu allen Körperzellen. Bei Abfall der Erythrozyten sinkt also der Sauerstoffgehalt und -transport im Blut.

Der Körper steuert jetzt gegen, um den Sauerstoffmangel zu kompensieren.
Mit deutlichen Anzeichen, die man auch als Fatique-Syndrom bezeichnet:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Antriebsarmut
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Blässe
  • Herzrasen
  • niedriger Blutdruck
  • Ohrensausen
  • Ohnmachtsanfälle
  • Konzentrationsschwäche

Wann muss ich meinen Arzt benachrichtigen?

Informieren Sie Ihren Arzt immer, wenn Sie die oben aufgeführten Symptome bei sich beobachten. Durch eine Blutuntersuchung lässt sich anhand der Eisen- und Blutwerte leicht feststellen, ob eine Blutarmut bei Ihnen vorliegt.

Gönnen Sie sich auf jeden Fall ausreichende Ruhepausen und lassen Sie sich helfen, wenn Sie merken, dass Dinge, die Ihnen früher leichtgefallen sind, plötzlich mehr Kraft brauchen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten/ Medikamente gibt es?

Eine Blutarmut aufgrund einer Krebstherapie muss nur bei Beschwerden behandelt werden. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

Blutbildende Mittel

Sogenannte Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe – kurz ESA – regen die Bildung roter Blutzellen im Knochenmark an. Diese Mittel werden als Spritze verabreicht.

Blutbildende Mittel zusammen mit Eisen

Bei einer Blutarmut ist es möglich, dass die blutbildenden Zellen nicht ausreichend mit Eisen versorgt werden können. Aus diesem Grund kann zusätzliches Eisen als Infusion die Wirksamkeit der blutbildenden Mittel unterstützen.

Bluttransfusion

Auch eine Bluttransfusion mit Erythrozytenkonzentraten kann die Anämie bekämpfen.

 

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