Wie wird eine Zytostatika-Infusion hergestellt?

Die Chemotherapie mit zytostatischen Arzneimitteln (Wirkstoffe, die Tumorzellen abtöten oder im Wachstum hindern sollen) in Form von Infusionen ist Standard in der Krebsbehandlung.

Die Herstellung einer solchen Infusion besteht aus vielen Arbeitsschritten und mehreren Kontrollen. So kann die beste Qualität erreicht und eine optimale Versorgung gewährleistet werden. Ausgangspunkt für jede Herstellung ist die Therapie-Entscheidung des Arztes, die gemeinsam mit Ihnen getroffen wird. Die für die Herstellung Ihres Medikaments benötigten Informationen werden anschließend übermittelt.

Auftragsannahme durch Apotheke

Notwendige Sicherheitsprüfungen und Vorbereitungen

In der Apotheke wird der Auftrag des Arztes in ein elektronisches System übernommen. Ein Apotheker kontrolliert die Eingabe und macht eine Plausibilitätsprüfung. Das heißt er kontrolliert nochmals die Richtigkeit der übernommenen Angaben, Abstände zur letzten Therapie und die angeforderten Dosierungen. Bei Rückfragen wird immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten. Im Anschluss wird eine individuelle Herstellungsanweisung erstellt, diese nochmals kontrolliert und zur Herstellung weitergegeben.

Die benötigte Ware wird aus dem Lager gesucht, über Materialschleusen und mehrere Reinigungsprozesse in den eigentlichen Herstellungsraum gegeben. Die herstellenden Mitarbeiter gelangen über sogenannte Personalschleusen ins Labor.  Sie tragen Mundschutz, Handschuhe und spezielle sterile Kleidung. 


Höchste Hygienestandards im ABF-Reinraumlabor

Im Reinraumlabor

Das Labor besteht aus Räumen mit glatten Oberflächen (Böden, Wände, Decke, Mobiliar) welche sehr leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind. Belüftungsanlagen mit Filtern sorgen für die erforderliche Luftqualität. So wird sichergestellt, dass weder Partikel noch Keime in das fertige Produkt gelangen können. 


ABF-Reinraumlabor in Fürth, Bayern

Die Herstellung der Infusionen

Die eigentliche Herstellung der Infusion besteht zum Großteil aus der Überführung einer Grundsubstanz in eine Trägerlösung. Dafür muss die Substanz zunächst vorsichtig gelöst werden und anschließend in der exakten, patientenindividuellen Dosierung entnommen.

Der fertige Infusionsbeutel oder die fertige Spritze wird anschließend etikettiert, eingeschweißt, nochmals durch einen Apotheker mit der ursprünglichen ärztlichen Anforderung verglichen und in Transportboxen sicher verpackt.


Eigener ABF Logistikdienst für die Zustellung zum Arzt

Wie kommt die Infusion zu Ihrem Arzt?

Zuletzt folgt die Übergabe an einen unserer Fahrer. Um die Qualität der Infusionen und Spritzen bis auf den letzten Meter zu gewährleisten, transportieren wir die Zubereitungen mit unserer eigenen Logistik. Die temperierte Auslieferung zu Ihrem Arzt erfolgt am Tag der Applikation.

Sie haben Fragen zum Thema Herstellung und Reinraumlabor oder möchten sich zu weiteren Themen gerne persönlich beraten lassen? Melden Sie sich gerne per E-Mail, Telefon oder Chat: Wir sind gerne für Sie da!


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