Corona – Was ist das überhaupt?

Das Coronavirus, das Ende 2019 in China entdeckt wurde und sich seitdem ausbreitet, trägt den vollständigen Namen SARS-CoV-2.

Die Atemwegserkrankung, die es hervorruft, wird COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Symptome wie Husten, Fieber, Auswurf und allgemeines Krankheitsgefühl sind erste Krankheitsanzeichen. Im Verlauf ähnelt die Krankheit einer „echten“ Grippe (Influenza). Allerdings beginnt die Erkrankung weniger heftig. 

Die aktuellen Maßnahmen wie die Absage von Großveranstaltungen oder das vorübergehende Schließen von Schulen sollen die Ausbreitung des Virus verlangsamen. So soll sichergestellt werden, dass unser Gesundheitssystem nicht durch viele Erkrankungen auf einmal überlastet wird.

Wer braucht besonderen Schutz?

In den meisten Fällen verläuft eine COVID-19 Erkrankung mild. Bestimmte Menschen haben jedoch ein erhöhtes Risiko, für einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf.

Besonders gefährdet sind:

  • Menschen mit Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
  • Menschen mit vielen chronischen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Menschen ab 50 Jahren
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. Krebspatientinnen und Patienten). 
    Eine Chemotherapie und auch der Krebs selbst können das Immunsystem eines Krebspatienten schwächen. Damit steigt die Anfälligkeit für Infekte.

Unter Krebspatienten besonders betroffen sind:

  • Patienten mit Leukämie
  • Patienten mit einem Lymphom
  • Patienten, bei denen die Anzahl der weißen Blutköper verringert ist (Leukozytopenie)
  • Patienten, die über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken (z.B. Steroide)

Menschen, auf die eine oder sogar mehrere Punkte zutreffen, benötigen besonderen Schutz. Auch Personen, die im selben Haushalt leben, sollten besonders stark auf ihre Gesundheit achten.

Wie kann ich mich anstecken?

Coronaviren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das geschieht über virushaltige Tröpfchen aus beispielsweise Speichel oder Nasensekret. Geraten diese Tröpfchen an die Schleimhäute eines anderen Menschen, kann dieser sich infizieren.

Die Infektion kann entweder direkt von Mensch zu Mensch (zum Beispiel beim Händeschütteln) oder indirekt über Tröpfchen auf Oberflächen passieren.

Bis zu neun Tage können die Viren bei Raumtemperatur auf Oberflächen überleben. Im Schnitt sind es vier bis fünf Tage. Kälte oder erhöhte Luftfeuchtigkeit verlängern die Überlebensdauer.

Auch Menschen, die keine Krankheitssymptome zeigen, können das Virus übertragen. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten erster Krankheitsanzeichen, beträgt im Schnitt 6-7 Tage.

Wie kann ich mich schützen?

Beugen Sie einer Infektion durch präventive Maßnahmen aktiv vor. Beachten Sie diese Empfehlungen:

  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch
  • Entsorgen Sie Taschentücher nach einmaligen Gebrauch in einem geschlossenen Mülleimer
  • Waschen Sie regelmäßig für mindestens 20 Sekunden Ihre Hände mit Wasser und Seife, insbesondere vor dem Essen, nach dem Stuhlgang, beim Nachhausekommen und nach Kontakt mit anderen Menschen
  • Vermeiden Sie es, Ihr Gesicht mit den Händen zu berühren.
  • Vermeiden Sie Berührungen wie Händeschütteln oder Umarmungen
  • Meiden Sie nach Möglichkeit große Menschenmengen wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr

Wichtig zu wissen!

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt außerdem eine Impfung gegen Pneumokokken, damit eine Corona-Infektion nicht parallel zu einer durch Pneumokokken ausgelöste Lungenentzündung auftritt. Auch die Grippeschutz-Impfung wird empfohlen. So kann der Verdacht auf eine Influenzaerkrankung bei auftretenden Symptomen leichter ausgeschlossen werden.

Sollten sich bei Ihnen dennoch Symptome wie Husten oder Fieber zeigen, informieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt oder den hausärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Er wird einen Test auf das Virus veranlassen und Sie über das weitere Vorgehen in Kenntnis setzen.

Wo finde ich zuverlässige Informationen?

Die Situation rund um das Corona-Virus kann sich schnell verändern. Dieser Artikel entspricht dem Stand vom 12.03.2020. Regelmäßig über neue Entwicklungen und empfohlene Vorsichtsmaßnahmen informieren das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihren Internetseiten.

Auch die deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) hat ein Merkblatt für Patienten und Ärzte herausgegeben. Dieses finden Sie hier.

Ratgeber-Artikel: Immunsystem stärken und unterstützen

Unser Immunsystem schützt uns das ganze Jahr vor Viren und Bakterien. Allerdings lassen uns in der kalten Jahreszeit trockene Heizungsluft und Temperaturschwankungen anfälliger für Erkältungen werden.

Mit unseren Tipps kommen Sie gut durch die Erkältungszeit.

Zum Ratgeber-Artikel "Immunsystem"

Mehr Info zum Thema "Immunschwäche"

In diesem Artikel lesen Sie über die Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem im Rahmen einer Krebserkrankung und -therapie.

Außerdem erfahren Sie sinnvolle Maßnahmen, um sich vor Infektionen zu schützen und erhalten Orientierunghilfe, bei welchen Symptomen ein Arztbesuch dringend empfohlen wird.

Zum Ratgeber-Artikel "Leukozytopenie"

Ihre Fragen rund um das Coronavirus bei Krebspatienten können Sie selbstverständlich auch per E-Mail, Chat oder Telefon an uns richten. Wir beraten Sie gerne!

Hinweis:
Unsere Seite dient lediglich Ihrer Information. Sie ersetzt weder die Diagnose noch die Behandlung durch Ihren Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Quellenangaben

Das könnte Sie auch interessieren

Kennen Sie schon...?

Ihr pharmazeutisches Team
von KREBS & ICH

Sie haben Fragen und möchten zu einem bestimmten Thema beraten werden?
Nutzen Sie den Chat oder eine der folgenden Kontaktmöglichkeiten:
0911 977 23-259
krebs-und-ich@remove-this.a-b-f.de

Ihr Beratungsteam